10. September 2026
Herbst während der Krebstherapie: Dinge, die jetzt wirklich guttun können! Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer, die Luft kühler und viele ziehen sich wieder etwas mehr nach drinnen zurück. Für Menschen in einer Krebstherapie fühlt sich diese Jahreszeit oft noch einmal anders an. Kälte kann intensiver wahrgenommen werden, die Haut wird trockener, Infekte nehmen zu und die Müdigkeit macht sich manchmal stärker bemerkbar. Gleichzeitig finde ich: Der Herbst muss nicht nur für dunkle Tage stehen. Er kann auch eine Einladung sein, den Alltag etwas langsamer zu gestalten und sich bewusst kleine Momente zu schaffen, die guttun. Denn im Klinikalltag geht es oft um Blutwerte, Medikamente und Nebenwirkungen. Aber es geht eben auch darum, wie man die Zeit dazwischen möglichst angenehm gestaltet. Hier sind meine Herbsttipps für die Zeit während einer Krebstherapie. Wärme tut gut – aber bitte mit Gefühl Viele Menschen frieren während einer Chemotherapie schneller als sonst. Eine warme Decke, dicke Socken oder eine Wärmflasche können sehr angenehm sein und helfen, sich wohler zu fühlen. Wichtig ist allerdings: Wärme sollte nie zu heiß sein. Gerade wenn das Hautgefühl verändert ist, zum Beispiel durch eine Polyneuropathie oder nach einer Bestrahlung, kann Hitze schlechter eingeschätzt werden. Das erhöht das Risiko für Verbrennungen. Darauf solltest du achten: Wärmflaschen nicht direkt auf empfindliche oder bestrahlte Haut legen. Immer ein Handtuch oder einen Stoff dazwischen legen. Wärme angenehm, aber nicht heiß anwenden. Manchmal reicht schon ein warmer Pullover und eine Tasse Tee. Rausgehen – auch wenn es nur zehn Minuten sind Bewegung muss während einer Krebstherapie kein Sportprogramm sein. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Herbstluft kann bereits gut tun. Viele Patientinnen berichten, dass sie sich danach wacher fühlen oder für einen Moment den Kopf freibekommen. Und wenn deine Tagesform heute keinen Spaziergang zulässt? Dann ist das genauso in Ordnung. Bewegung darf sich an deiner Energie orientieren und nicht an einem Schrittziel auf der Smartwatch. Ideen für kleine Herbstmomente draußen eine Runde um den Block ein Spaziergang im Wald oder Park ans Meer oder an einen See fahren, wenn es möglich ist Herbstblätter oder Kastanien sammeln – auch mit Kindern oder Enkeln eine schöne Idee Wetterfeste Kleidung macht den Unterschied. Es gibt kaum schlechtes Herbstwetter, aber oft die falsche Jacke. Jetzt braucht deine Haut etwas mehr Aufmerksamkeit. Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen sind für die Haut eine Herausforderung. Während einer Krebstherapie ist sie oft ohnehin empfindlicher oder trockener. Deshalb lohnt sich jetzt eine besonders sanfte Pflegeroutine. Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung milde, parfumarme Reinigung regelmäßig eincremen Lippenpflege nicht vergessen ausreichend trinken Wenn deine Haut bestrahlt wurde oder du spezielle Hautreaktionen hast, halte dich an die Empfehlungen deines Behandlungsteams. Nicht jede Creme ist für jede Situation geeignet. Mach es dir gemütlich – ohne ein schlechtes Gewissen Es klingt fast zu einfach. Eine Tasse Tee, eine warme Kürbissuppe, die Lieblingsserie, ein gutes Buch oder eine weiche Kuscheldecke. Aber genau diese kleinen Dinge können einen schwierigen Tag etwas freundlicher machen. Selbstfürsorge bedeutet nicht, den ganzen Tag produktiv an sich zu arbeiten. Manchmal bedeutet sie einfach, sich eine Pause zu erlauben. Ein paar Ideen für gemütliche Herbsttage Pumpkin-Spice-Gewürz im Porridge, Kaffee oder Joghurt ausprobieren Eine Kürbissuppe kochen Kerzen anzünden oder herbstlich dekorieren Einen Kinoabend zu Hause machen Nicht alles muss mit Krebs zu tun haben. Es darf auch einfach schön sein. Nutze den Herbst für kleine Projekte und schöne Erlebnisse Der Herbst bietet viele Möglichkeiten, ohne dass alles viel Energie kosten muss. Vielleicht hast du Lust auf: einen Herbstmarkt einen Spaziergang im Wald Kastanien oder bunte Blätter sammeln Kürbis schnitzen Stricken, Häkeln oder Töpfern Backen oder Kochen einen Museumsbesuch an Regentagen einen gemütlichen Kinoabend zu Hause Viele dieser Ideen eignen sich auch wunderbar gemeinsam mit Kindern oder Enkeln. Es geht nicht darum, möglichst viel zu erleben. Es geht darum, kleine Dinge zu finden, auf die man sich freuen kann. Vergiss die praktischen Dinge nicht Mit dem Herbst beginnt auch die Erkältungs- und Grippesaison. Deshalb lohnt sich jetzt ein kurzer Gesundheits-Check: Termin für die Grippeschutzimpfung mit Hausarzt oder Onkologin besprechen Hausapotheke kontrollieren: Sind Schmerzmittel, Fieberthermometer oder Medikamente gegen typische Nebenwirkungen noch vorhanden? Genügend Hautpflege und Lippenpflege auf Vorrat haben Gerade wenn das Immunsystem durch die Therapie belastet ist, können diese Vorbereitungen den Alltag erleichtern. Mein Fazit  Gerade während einer Krebstherapie finde ich es wichtig, den Blick nicht ausschließlich auf die Erkrankung zu richten. Der Herbst muss nicht perfekt genutzt werden. Vielleicht ist es heute nur eine Tasse Tee. Morgen eine kleine Runde an der frischen Luft. Und übermorgen ein gemütlicher Abend auf dem Sofa. Manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die einen schwierigen Alltag ein bisschen leichter machen.
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26. April 2023
und warum ich niemals in diesem Bereich arbeiten wollte- mein ungewöhnlicher Start in den Fachbereich der Onkologie.

Meine Empfehlungen zum Umgang mit Nebenwirkungen...

Metastasierter Brustkrebs und ein kleiner Einblick/ Überblick zum Thema Nebenwirkungen

„Das Ziel Ihrer Behandlung ist eine gute Lebensqualität, und zwar soweit, dass Sie mit Ihrer Erkrankung weiterleben und am Leben teilhaben können“.

Was genau bedeutet eine gute Lebensqualität für eine Frau, mit einem fortgeschrittenen Brustkrebs?

Vorweg- ein Tumor, der bereits Metastasen gebildet hat, ist in der Regel nicht heilbar.

Ihre Therapie soll Ihnen deshalb die Lebenszeit so weit wie möglich verlängern und die weitere Ausbreitung verhindern- Sie aber auch nicht zu stark einschränken und unnötig mit, teilweise schweren Nebenwirkungen, belasten.

Welche Therapie bzw. welche Therapiemöglichkeiten für Sie in dieser Situation am besten geeignet sind, wird Ihr behandelnder Onkologe mit Ihnen gemeinsam besprechen und Ihnen alle Vor- und Nachteile erklären.

Es steht Ihnen ein Vielzahl an möglichen Therapien zur Verfügung, wie beispielsweise eine medikamentöse Therapie oder auch eine Bestrahlung.

Unter Umständen könnte man auch eine Operation in Betracht ziehen.

Diese kommt jedoch nur selten zum Einsatz, da viele Tumore bereits so weit ausgeprägt sind, dass diese operativ nicht mehr vollständig zu entfernen sind.

Medikamente, je nach Brustkrebstyp, können zum Beispiel die gängigen Chemotherapien, Anikörpertherapien oder auch Antihormontherapien sein.

Ganz neu hinzugekommen sind die sogenannten „zielgerichteten Therapien“.

Diesen richten sich gezielt auf Tumorzellen, um das Wachstum zu stoppen und ohne dabei weitere größere Schäden im menschlichen Körper anzurichten.

Leider können durch die Krebstherapie mitunter starke Nebenwirkungen auftreten, über diese sie im Vorweg natürlich aufgeklärt werden.

Hierzu sollte man beachten, dass Patienten ganz unterschiedlich auf eine Therapie mit entsprechenden Nebenwirkungen reagieren können. Jede Patientin ist individuell und somit auch ihr entsprechender Therapieweg mit möglichen Nebenwirkungen.

Für diese Nebenwirkungen gilt es dann auch, sie bestmöglich für den Patienten erträglich zu machen.

Die häufigsten Nebenwirkungen können während einer Chemotherapie auftreten.

Viele Frauen klagen daher über eine allgemeine Schwäche/ Erschöpfung mit starker Müdigkeit (Fatique), Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Haarausfall und sogar tumorbedingten Schmerzen.

Hier habe ich nur einige in Verbindung mit einer metastasierten Brustkrebserkrankung genannt.

Jedes Brustzentrum bzw. Onkologisches Zentrum richtet sich nach der sogenannten S3 Leitlinie Supportivmedizin.

Diese Leitlinie wurde speziell für Tumorpatienten und deren Nebenwirkungen unter einer bestimmten Therapie entwickelt.

Supportivmedizin bedeutet soviel wie „unterstützende Therapie bzw. unterstützende Maßnahmen“, um die Behandlung mit möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen erträglich zu machen.

Hier kann man alle Nebenwirkungen nachlesen und wie man sie nach dem aktuellen Standart behandelt und was sich in der alltäglichen Praxis schon über viele Jahre bewährt hat.

Viele Experten halten die Standards stets aktuell und somit ergibt sich im Durchschnitt alle zwei Jahre eine neue Auflage um Patienten das bestmögliche Nebenwirkungsmanagement bieten zu können.

In den letzten Jahren erhält immer mehr die Komplementärmedizin Einzug in die Onkologie und es besteht ein großes Interesse seitens der Patienten, ein solches Angebot auch wahrzunehmen, es wird regelrecht eingefordert.

In großen- hauptsächlich Universitätskliniken- gibt es mittlerweile richtige komplementärmedizinische Sprechstunden, die sich auf krebserkrankte Patienten spezialisiert haben.

Die Komplementärmedizin sollte jedoch nicht als Ersatztherapie und/ oder Alternative zur herkömmlichen Schulmedizin gesehen werden und nur in Rücksprache mit dem behandelnden Onkologen erfolgen!

Es ist vielmehr eine ergänzende Therapieoption die zur Auswahl stehen könnte wie beispielsweise die klassische (Ohr)- Akupunktur oder die Therapie mit bestimmten Heilpflanzen (Phytotherapie).

Natürlich hat jede Onkologische Fachpflegekraft ihre eigenen Tipps und Tricks bzw. Skills parat.

Man muss sich jedoch den einzelnen Patienten immer vor Augen halten.

„Was bei Frau XYZ geholfen hat, funktioniert nicht zwingend auch bei Frau ABC“.

Hier ist Kreativität und Eigeninitiative gefragt- nicht nur seitens des Onkologischen Fachpflegepersonals.

Hierbei ermutige ich auch immer wieder Patienten sich selbst auszuprobieren und selbst zu entscheiden, was ihnen in diesem Moment gut tut.

Hier gibt es kein Richtig oder Falsch- am Ende zählt der Erfolg der Maßnahme und ob es zur Linderung beigetragen hat oder eben nicht.



Eine kleine Bitte habe ich dennoch: „Bitte Reden Sie mit uns“!



Erst dann können wir richtig und adäquat auf Ihre Nebenwirkungen reagieren und zusammen die weitere Planung besprechen, damit wir Ihnen so gut es geht in dieser Situation helfen können.

Jeder onkologisch tätige Arzt oder Fachpflegekraft ist dankbar über jede Information zur Verträglichkeit der Therapie und freut sich, sein Wissen in diesem Bereich auch mit Ihnen teilen zu können.

Hier könnte auch das Führen eines Therapiebegleitheftes (ähnlich wie das Führen eines Tagebuchs) von Vorteil sein.

Es dient zum Einen als Gesprächsleitfaden und zum Anderen erhalten wir einen noch besseren Einblick wann welche Nebenwirkungen auftreten um auf diese noch besser und schneller agieren zu können.

Mittlerweile gibt es in vielen Praxen und Kliniken auch richtige Spezialsprechstunden mit speziell fachlich ausgebildetem Pflegepersonal, die sich nur mit dem Thema Nebenwirkungen befassen und dazu beraten können.